Die Stärkung nationaler Interessen ist die Position des Iran im Krieg zwischen der Ukraine und Russland

Teheran (IRNA) - Die genaue Beobachtung des Ukraine-Krieges, der Dialog mit den beteiligten Parteien und die Aufmerksamkeit für die Realitäten der internationalen Arena haben dazu geführt, dass die Islamische Republik einerseits Krieg nicht als Lösung einer Krise und andererseits Abenteuer an sensiblen Grenzen als Auslöser der aktuellen Krise betrachtet.

Nach wochenlangen Spekulationen marschierten am vergangenen Donnerstag russische Streitkräfte auf Geheiß von Präsident Wladimir Putin in die Ukraine ein.

Putin erklärte die Gründe für den Angriff und sagte, er basiere auf Artikel 51 der UN-Charta, um Drohungen der Ukraine und der NATO gegen Russland abzuwenden.

Drei Tage vor Beginn des Einmarsches in die Ukraine hat der russische Präsident die Unabhängigkeit der beiden östlichen Provinzen Luhansk und Donezk von der Ukraine anerkannt.

Am zweiten Tag der russischen Militäroffensive deuten Nachrichten aus der Ukraine auf die Besetzung von Teilen der Hauptstadt Kiew und die Flucht Tausender Menschen an die Grenzen hin. Auch die Vereinigten Staaten und europäische Länder haben als Reaktion auf das Vorgehen Russlands Wirtschaftssanktionen auf die Tagesordnung gesetzt.

Gleichzeitig mit Beginn des Krieges in der Ukraine hat das Außenministerium der Islamischen Republik diese Krise genau beobachtet. In einem Telefongespräch mit seinem russischen Amtskollegen am Donnerstagabend betonte Ayatollah Seyyed Ebrahim Raisi das Prinzip, in dieser Krise die Interessen der Nationen der Region zu wahren.

„Die Ukraine-Krise hat ihre Wurzeln in Nato-Provokationen. Wir sehen den Krieg nicht als Lösung. Es ist eine Notwendigkeit, einen Waffenstillstand herzustellen und sich auf eine politische und demokratische Lösung zu konzentrieren“, erklärte der iranische Außenminister.

„Die Sicherheitsbedenken über den wachsenden und provokativen Trend der Nato-Osterweiterung sind für alle unabhängigen Länder verständlich, die gegen die US-Vorherrschaft sind. Die Einhaltung des Völkerrechts und des humanitären Völkerrechts sowie das Vertrauen auf Dialog und Diplomatie sind unerlässlich, um Konflikte zu beenden”, sagte der iranische Regierungssprecher, Ali Bahadori Jahromi.

„Die Islamische Republik Iran fordert beide Seiten auf, die Feindseligkeiten einzustellen und einen Waffenstillstand für sofortige Verhandlungen einzuleiten, um eine politische Lösung für die Krise zu finden, und bekräftigt die Notwendigkeit, internationales und humanitäres Recht in militärischen Konflikten zu respektieren“, sagte Saeid Khatibzadeh, der Sprecher des iranischen Außenministeriums.

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