20.02.2021, 21:32
Journalist ID: 2397
News Code: 84236618
0 Persons
Ziele der Reise von Grossi nach Teheran

Teheran (IRNA) - Der zweite Besuch von Rafael Grossi in Iran seit seinem Amtsantritt als Generaldirektor der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) kommt gerade zu dem Zeitpunkt, an dem der Countdown für das Ende der von Teheran gesetzten Frist (23. Februar) für die Beendigung der Umsetzung des Zusatzprotokolls und die Einschränkung der IAEA-Inspektionen begonnen hat.

Der erste Besuch von Grossi fand am 24. August 2020 auf Einladung der Behörden der Islamischen Republik statt, um die Zusammenarbeit und die Verpflichtungen des Irans als Mitglied dieser internationalen Organisation aufrechtzuerhalten.

Der argentinische Direktor der IAEA reist heute unter ganz anderen und besonderen Umständen mit einer Sondermission nach Teheran. Grossi wird sein Engagement für Unparteilichkeit, Unabhängigkeit und Professionalität, Grundprinzipien der Agentur, unter Beweis stellen müssen.

Nach Angaben des Botschafters und ständigen Vertreters Irans bei internationalen Organisationen in Wien, Kazem Qaribabadi, erfolgt die Reise auf Ersuchen des Generaldirektors der IAEA, um mit der Atomenergieorganisation des Iran über technische Gespräche über die Umsetzung der Bestimmungen zu führen, die in dem Brief, den Iran am 15. Februar an die Agentur geschickt hat, und in Artikel 6 des Gesetzes über strategische Maßnahmen zur Aufhebung der Sanktionen, das vom Parlament gebilligt wurde, umrissen wurden, sowie über Möglichkeiten, die bilaterale Zusammenarbeit im Rahmen der jüngsten Entwicklungen aufrechtzuerhalten.

Die Islamische Republik Iran plant, den regulären Zugang über das Zusatzprotokoll hinaus ab dem 23. Februar auszusetzen, falls nicht alle US-Sanktionen aufgehoben werden. Das iranische Parlament hat am 1. Dezember ein Gesetz verabschiedet, das die Regierung verpflichtet, die Zusammenarbeit mit der IAEA einzuschränken, wenn die US-Sanktionen bestehen bleiben, und weitere Maßnahmen zu ergreifen, um ihre Verpflichtungen aus dem Gemeinsamen Umfassenden Aktionsplan (JCPOA) zu reduzieren.

Die neue US-Regierung, die versprochen hatte, dem Atomabkommen wieder beizutreten und die Sanktionen aufzuheben, macht dies nun davon abhängig, dass Iran seine Verpflichtungen vollständig einhält. Die Islamische Republik Iran ist jedoch der Ansicht, dass die Vereinigten Staaten weiterhin gegen JCPOA und die Resolution 2231 des UN-Sicherheitsrates verstoßen, und hat versichert, dass die unternommenen Schritte nur dann rückgängig gemacht werden können, wenn die Sanktionen aufgehoben werden und Washington zum Atomabkommen zurückkehrt.

Offenbar wird einer der Hauptzwecke des Besuchs von Grossi darin bestehen, mit den iranischen Behörden über die Fortsetzung der IAEA-Inspektionen zu verhandeln.

Your Comment

You are replying to: .
2 + 7 =