Österreichischer Außenminister fordert alle JCPOA-Parteien auf, ihre Verpflichtungen zu erfüllen

Teheran (IRNA) - Der österreichische Außenminister Alexander Schallenberg begrüßte die Bereitschaft des designierten US-Präsidenten Joe Biden zum Atomabkommen mit Iran zurückzukehren und forderte alle Parteien, ihre Verpflichtungen aus diesem Deal umzusetzen.

Schallenberg machte die Bemerkungen am Samstag in einem Exklusivinterview mit IRNA. Er sagte: „CPOA markiert einen Höhepunkt des multilateralen Systems und kann als Beweis dafür angesehen werden, was erreicht werden kann, wenn alle Seiten an einem Tisch sitzen und in gutem Glauben verhandeln“.

Er verwies auf die nächste gemeinsame Sitzung von JCPOA-Kommission und sagte: „Diese laufenden Diskussionen zur Erhaltung von JCPOA sind von wesentlicher Bedeutung. Wir sind alle immer noch mitten in der Pandemie und gezwungen, uns mit Sperrmaßnahmen und Reisebeschränkungen zu befassen. Aus diesem Grund ist es wichtiger denn je, alle Kommunikationskanäle offen zu halten“.

In Bezug auf bilaterale Beziehungen zwischen Teheran und Wien sagte er: „Wir sind stolz auf unsere 160-jährige stabile und freundschaftliche diplomatische Beziehungen. Es ist unsere feste Absicht, diese Tradition fortzusetzen“.

Er forderte den Ausbau der Beziehungen zwischen den beiden Ländern in unterschiedlichen Bereichen. „In humanitären und medizinischen Fragen und in der städtischen Infrastruktur können die Beziehungen gestärkt werden. Wir haben gesehen, dass COVID-19 alle gleichzeitig betrifft. Es liegt in unserem gemeinsamen Interesse, auf die nächste Pandemie oder andere humanitäre Katastrophe vorbereitet zu sein. Wir möchten auch unsere kulturelle Zusammenarbeit stärken. Die beiden Länder sind stolz auf ihr starkes kulturelles Erbe. Österreich betreibt das einzige westliche Kulturinstitut in Iran. Um unsere Zusammenarbeit in diesen und anderen Bereichen zu vertiefen, werden wir den soliden Rahmen unserer bilateralen Roadmap nutzen.“

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