31.10.2020, 10:27
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Religiöse Minderheiten in Iran verurteilen Macrons Anti-Islam-Äußerungen

Teheran (IRNA) - Die Führer religiöser Minderheiten in Iran haben ein Treffen abgehalten, um die Unterstützung des französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron für die frevelhafte Karikatur des Propheten Mohammad (PB) unter dem Vorwand der Meinungsfreiheit zu verurteilen.

„Freiheit muss der Förderung von Menschlichkeit dienen. Sie darf nicht dazu führen, dass die Heiligkeiten von Religionen und Menschen beleidigt werden. Das Ergebnis solcher Beleidigungen wird nur Krieg und Blutvergießen sein“, sagten Führer religiöser Minderheiten in Iran.

Während dieses Treffens sagte Mar Nersay Benjamin, Erzbischof der Ostassyrischen Kirche Irans: „Das Verhalten von Emmanuel Macron ist weit entfernt vom Verhalten des Präsidenten eines Landes, das sich als zivilisiert und fortschrittlich betrachtet. Die unangenehme Geste des französischen Präsidenten ist in der Tat eine Beleidigung für alle Gläubigen monotheistischer Religionen, einschließlich Christen, Zoroastrianer, Juden und Assyrer und aller freien Menschen“.

Er kritisierte die Instrumentalisierung der Redefreiheitsdebatte und stellte einige grundlegende Fragen zu dieser Kontroverse: „Ist es eine Freiheit, die Heiligkeit anderer Religionen zu beleidigen? Sollten wir die Freiheit missbrauchen? Ist Freiheit für den Fortschritt und das Wachstum der Menschheit oder für Zerstörung, Beleidigung und Verleumdung? Wie frei ist der Mensch? Ist es absolute Freiheit, sich auf eine abscheuliche Tat einzulassen?“.

Mar Nersay Benjamin fuhr fort: „Tatsächlich hat der Mensch relative Freiheit und muss seine Grenzen kennen. Absolute Freiheit gehört definitiv nur Gott. Die Menschen sollten sich gegenseitig respektieren“.

Rabbi Younes Hamami Lalehzar, der religiöse Führer der jüdischen Gemeinde in Iran, betonte während des Treffens: „Alle monotheistischen Religionen sind gemeinsam. Ihre Botschaft ist Liebe, Freundschaft und der Schutz vor Menschenwürde“.

Lalehzar betonte: „Einige behaupten, Frankreich sei ein Land der Freiheit, und die Verfassung beruhe auf Freiheit. Aber sie sollten aus der Verfassung der Islamischen Republik Iran lernen. Gemäß Artikel 13 der iranischen Verfassung sind religiöse Minderheiten, obwohl sie nicht sehr bevölkerungsreich sind, frei und haben das Wahlrecht und sogar mindestens einen Abgeordneten im Parlament, der ihre Rechte verteidigt“.

Er drückte ferner seine Zufriedenheit darüber aus, in einem Land - in Iran - mit einer reichen Zivilisation zu leben, wo alle Anhänger der Religionen zusammenleben, während sie sich trotz ihrer kulturellen Unterschiede gegenseitig respektieren.

Bei diesem Treffen bezeichneten die Führer religiöser Minderheiten in Iran Macrons Anti-Islam-Äußerungen als inakzeptabel und warnten davor, dass eine solche Haltung zu weiteren Provokationen und Chaos führen werde.

Sie unterstrichen, dass Macrons Äußerungen seine eigene Schwäche zeigen und Muslime sowie alle Freiheitssuchenden auf der ganzen Welt beleidigen.

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