18.09.2020, 21:01
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Russland kann bei Dialog von USA und Iran vermitteln – Lawrow

Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat im Sputnik-Interview die anti-iranische Stimmung der USA und ihre Verzicht auf Dialog mit dem Land als perspektivlos bezeichnet.

Sanktionen gegen den Iran hätten nie gewirkt und würden nicht wirken, meinte Lawrow.

„Das Problem liegt daran, dass in den letzten Jahren die heutige US-Administration den Iran dämonisiert hat.” Und weiter: „Der Iran wurde für das Hauptproblem der Region (des Nahen Osten – Anm. d. Red) sowie anderer Regionen der Welt erklärt, wo man den Iran auf die eine oder andere Weise der Einmischung in die inneren Angelegenheiten der betroffenen Ländern beschuldigt.”

Trotz der Versuche der USA, das Dialog über nahöstlichen und afrikanischen Themen mit anti-iranischen Stimmungen zu durchziehen, habe sich Teheran mehrfach dazu bereit erklärt, Verhandlungen mit Washington aufzunehmen.

„Wir sind bereit, bei dem Aufbau eines solchen Dialogs zu vermitteln”, erläuterte Lawrow. „Wir halten zusammen mit China an dem iranischen Atomabkommen (JCPOA) fest, dem 2015 der Uno-Sicherheitsrat zustimmte und das nun von den Amerikanern zerstört wird – im Einklang mit ihrem Leitmotiv der völligen Dämonisierung des Iran”.

Laut dem Außenminister wird im Uno-Sicherheitsrat weiterhin über das Abkommen diskutiert:

„Dreizehn von 15 Staaten setzen sich entschlossen gegen die Versuche ein, den JCPOA zu zerstören und dem Iran alles Mögliche vorzuwerfen”.

Atomdeal mit Teheran

Im Juli 2015 hatten der Iran und die internationale Sechsergruppe (die fünf UN-Vetomächte und Deutschland) den sogenannten Gemeinsamen Umfassenden Aktionsplan (JCPOA) vereinbart. Der Iran verpflichtete sich, sein Atomprogramm herunterzufahren, im Gegenzug sollten die Wirtschaftssanktionen der Uno, der USA und der EU aufgehoben werden.

Das Abkommen sah unter anderem vor, dass das Waffenembargo gegen den Iran innerhalb von fünf Jahren aufgehoben werden soll. Waffenlieferungen seien früher möglich, allerdings nur mit Genehmigung des UN-Sicherheitsrates. Am 8. Mai 2018 stiegen die USA jedoch einseitig aus dem Deal aus und verhängten schärfere Sanktionen gegen Teheran.

Quelle: Sputnik

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