Ziel des Iran-Besuchs besteht darin, Beziehungen zu stärken und Vertrauen aufzubauen

Teheran (IRNA) - Der Schweizer Außenminister erklärte, der Zweck seines Besuchs im Iran und seines Treffens mit den iranischen Beamten sei die Stärkung der bilateralen Beziehungen und die Vertrauensbildung.

In einem Interview mit dem Schweizer Fernsehsender (SRF) sagte Ignazio Cassis am Montag: „Das Hauptziel ist, die Beziehungen zu stärken zwischen Iran und der Schweiz. Das dient dazu, Vertrauen zu schaffen für den bilateralen Weg Schweiz und Iran und für das Schutzmachtmandat – als Vermittler zwischen den Vereinigten Staaten und Iran.“

„Fehler kann man immer machen im Leben, das gehört dazu. Zwei Dinge muss man vermeiden: Erstens zu hohe Erwartungen haben, denn die Welt ändert sich, aber die Menschen ändern sich nicht in fünf Minuten. Und zweitens, Dinge tun, die das Vertrauen zerstören würden“, betonte er.

Ignazio Cassis sagte: „Bis jetzt läuft es sehr gut. Wir konnten heute am Jubiläumstag hundert Jahre diplomatische Beziehungen Schweiz – Iran feiern. Diese hundert Jahre Diplomatie sind entstanden nach einem Abkommen von 1880, das als Titel hatte: «Handel und Frieden». Und heute, 140 Jahre später ist es ungefähr das Gleiche: «Handel und Frieden».

„Menschenrechte sind eine Errungenschaft der Moderne. Es ist heute noch so, dass viele Länder auf der Welt die Menschenrechte nicht beachten. Demzufolge stellt sich die Frage: Was soll die Schweiz tun? Mit all diesen Ländern keinen Dialog haben, nicht mit ihnen sprechen? Oder: Zusammen sprechen, Vertrauen aufbauen und auch das Thema der Menschenrechte aufgreifen? Die Schweiz hat sich für den zweiten Weg entschieden”, stellte er fest.

Der iranische Außenminister Mohammad Javad Zarif hat am Montag mit dem Schweizer Außenminister Ignazio Cassis über Möglichkeiten zur Entwicklung von Beziehungen und zur Zusammenarbeit in regionalen Fragen gesprochen.

Cassis ist zu einem Besuch im Iran anlässlich des 100. Jahrestages der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zum Iran.

Am Sonntag traf er sich mit dem iranischen Parlamentssprecher Mohammad Bagher Qalibaf.

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