05.09.2020, 10:33
Journalist ID: 2397
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Schweizer Außenminister am Samstag in Iran

Teheran (IRNA) - Der Sprecher des iranischen Außenministeriums Saeed Khatibzadeh sagte: „Wie bereits geplant, wird der Schweizer Außenminister morgen früh am Samstag im Iran eintreffen. Zunächst wird er einen kurzen Besuch in [der zentraliranischen Stadt] Isfahan machen“.

„Nach seinem kurzen Aufenthalt in Isfahan beginnen die offiziellen Programme des Schweizer Außenministers ab Sonntag in Teheran“, fügte er hinzu. Der Sprecher sagte, das wichtigste Ereignis während des Iran-Besuchs des Schweizer Diplomaten sei ein Treffen zum 100. Jahrestag des Beginns der Beziehungen zwischen den beiden Ländern.

Er sagte weiter, dass die Reise von Ignazio Cassis nach Teheran nichts mit iranisch-amerikanischen Fragen zu tun habe und bereits im Rahmen gegenseitiger Beziehungen geplant worden sei.
Khatibzadeh sagte, der Schweizer Topdiplomat solle sich am Sonntag und Montag mit dem iranischen Präsidenten, dem Außenminister und einigen anderen hochrangigen Politikern zusammensetzen.

Ihm zufolge wird Ignazio sich mit iranischen Diplomaten über Fragen von beiderseitigem Interesse auf bilateraler, regionaler und internationaler Ebene sowie über Fragen im Zusammenhang mit dem Schweizer Finanzkanal austauschen.

„Wie bereits angekündigt, wurden bisher zwei Transaktionen über den Schweizer Finanzkanal abgewickelt. Die erste wurde im Februar 2020 probeweise durchgeführt. Und im Juni wurde die erste offizielle Transaktion über diesen Kanal durchgeführt“, sagte er.

Der iranische Außenministeriumssprecher würdigte und begrüßte die Bemühungen der Schweiz, diesen Finanzkanal weiterzuverfolgen.

„Aufgrund einiger destruktiver Maßnahmen der USA in Bezug auf diesen Finanzkanal haben wir ernsthafte Zweifel an den Absichten der USA“, bemerkte er.

„Natürlich ist es klar, dass alles, was bisher über diesen Finanzkanal abgewickelt wurde, mit Vermögenswerten Irans in der Schweiz durchgeführt wurde“, fügte er hinzu.

„Diese Reise wird eine Gelegenheit sein, sich zwischen den beiden Ländern auszutauschen, um den Schweizer Finanzkanal weiter zu aktivieren und mögliche Wege zur Lösung von Problemen zu untersuchen“, sagte Khatibzade.

„Diese Reise hat nichts mit iranisch-amerikanischen Themen zu tun. Diese Reise wurde bereits im Rahmen bilateraler Beziehungen und regelmäßiger Reisen der Außenminister beider Länder geplant.
Die Reise wurde aber aufgrund der Coronavirus-Pandemie verschoben“, sagte er.

„Die hastigen Kontakte des US-Außenministers mit Persönlichkeiten, die den Iran besuchen werden, sind kein neues Thema“, sagte er.

„Aus Verzweiflung versucht Pompeo, Washingtons Politik des ‚maximalen Drucks‘ auf die eine oder andere Weise zu verfolgen. Deshalb versucht er, Drittländer von normalen Beziehungen zum Iran abzubringen. Natürlich ist er bei seinen bisherigen Versuchen gescheitert. Auch die Amerikaner scheiterten bei einer Reise des Generaldirektors der Internationalen Atomenergiebehörde Rafael Grossi in den Iran. Auch diesmal wird ihr Druck nicht wirksam sein“, fügte er hinzu.

„Die Islamische Republik Iran hat immer wieder ihre offizielle Haltung zur Widersprüchlichkeit des Trump-Regimes angekündigt, und die Position des Iran hat sich nicht geändert“, sagte er.

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