31.05.2020, 11:22
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Zarif fordert einen globalen Krieg gegen Rassismus

Teheran (IRNA) - Der iranische Außenminister hat die Vereinigten Staaten wegen ihrer Brutalität gegen Afroamerikaner zurechtgewiesen und die ganze Welt aufgefordert, einen Krieg gegen Rassismus zu führen.

„Einige glauben nicht, dass das Leben der Schwarzen wichtig ist“, twitterte Mohammad Javad Zarif am Samstagabend und bezog sich auf eine internationale Aktivistenbewegung mit Ursprung in der afroamerikanischen Gemeinschaft, die sich gegen Gewalt und systemischen Rassismus gegenüber Schwarzen einsetzt.

„Für diejenigen von uns, die dies tun: Es ist Zeit, dass die ganze Welt Krieg gegen Rassismus führt“, fügte er hinzu.

In seinem Tweet veröffentlichte der iranische Außenminister auch ein Bild einer überarbeiteten Version der Erklärung seines amerikanischen Amtskollegen von 2018 zu iranischen Protesten, wobei er einige Worte in Mike Pompeos Bemerkungen änderte, um sie in die Erklärung des Iran zu den US-Protesten umzuwandeln.

„Die US-Regierung verschwendet die Ressourcen ihrer Bürger durch ihr Abenteuer in Asien, Afrika oder Lateinamerika, durch ihre Unterstützung für unzählige Diktatoren oder für ihre Ambitionen, ihr Atomwaffenprogramm verschwenderisch auszubauen. Es wird nur zum Leiden der Menschen in Amerika beitragen. Wie ich bereits sagte, bräuchte man sich nicht wundern, dass die Proteste in den US-Bundesstaaten immer noch anhalten“, fügte der iranische Außenminister hinzu.

Zarif verwies darauf, dass das amerikanische Volk von seinen Führern verlangt, das Staatsvermögen für eigene Bedürfnisse aufzuwenden und auf ihre legitimen Bedürfnisse zu reagieren.

„Wir verurteilen die gleiche vergebliche Taktik der Regierung bei der Unterdrückung, der Inhaftierung von Demonstranten und der Ablehnung der Frustrationen der Amerikaner“, fügte er hinzu.

Der iranische Topdiplomat betonte, dass „die Menschen in Amerika des Rassismus, der Korruption, der Ungerechtigkeit und der Inkompetenz ihrer Führer überdrüssig sind“.

„Die Welt hört ihre Stimme“, schrieb Zarif abschließend.

Ein US-Polizist kniete am Montag über acht Minuten auf der Kehle des Afroamerikaners George Floyd und erstickte den Mann auf offener Straße in Minneapolis..

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