09.05.2020, 13:19
Journalist ID: 2397
News Code: 83781063
0 Persons
Kelsey Davenport: UN-Sicherheitsrat hat starke Argumente, um US-Forderung abzulehnen

New York (IRNA) – „Die Mitglieder des Sicherheitsrates sind mit unbestreitbaren politischen und rechtlichen Argumenten ausgestattet, um die US-Behauptung bezüglich der Resolution 2231 zurückzuweisen“, sagte Kelsey Davenport, Mitglied des Think Tanks des Council on Foreign Relations.

In einem exklusiven Interview mit IRNA in New York sagte Davenport am Samstag: „Den Vereinigten Staaten darf nicht gestattet werden, die Artikel der Resolution 2231 im Einklang mit der Politik des maximalen Drucks selektiv zu verwenden, wenn dieses Land JCPOA bereits verlassen und seine Verpflichtungen nicht erfüllt hat“.

„Wenn Trump über das Auslaufen des UN-Waffenembargos gegen den Iran besorgt ist, ist es für ihn besser, mit Teheran über regionale Sicherheitsfragen zu verhandeln. Durch den einseitigen Rückzug aus dem Atomabkommen und die Verhängung neuer Sanktionen gegen den Iran hat Trump die Würde und Ehre der Vereinigten Staaten infrage gestellt. Wenn die USA und der Iran zum Atomabkommen zurückkehren und ihn vollständig umsetzen, könnten die Türen für künftige Verhandlungen über andere Themen geöffnet werden“, fügte sie hinzu.
 
Das Atomabkommen wurde 2015 geschlossen. Trump hat am 8. Mai 2018 die Mitgliedschaft der USA in dem nach seiner Aussage „schlimmsten Deal aller Zeiten“ offiziell aufgekündigt. In der Folge hat er im Verstoß gegen das Abkommen neue Sanktionen gegen Iran verhängt und diese unter seiner Politik des „maximalen Drucks“ immer weiter verschärft. Als Reaktion darauf reduzierte Teheran seine Verpflichtungen aus diesem Abkommen. Im Rahmen dieses Deals läuft im Oktober das Uno-Waffenembargo gegen Iran aus. Pompeo hat die Vereinten Nationen nachdrücklich aufgefordert, das Waffenembargo gegen Teheran zu verlängern.

9407

Your Comment

You are replying to: .
1 + 6 =