22.04.2020, 17:02
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Rückzug der USA aus der Region ist das Beste, was passieren kann

New York (IRNA) – Der ständige Vertreter Irans bei den Vereinten Nationen bezeichnete die Präsenz der US-Armee in der Region als Hauptgrund für alle Probleme.

Majid Takht-e Ravanchi sagte in einem Interview mit Asia Times, dass die USA das Haupthindernis für den Frieden und die Stabilität im Nahen Osten bleiben.

„Viele der Probleme in unserer Region beruhen auf der militärischen Präsenz der USA in der Region. Darüber hinaus hat Trumps einseitiger Rückzug aus dem iranischen Atomabkommen die Spannungen in der Region verschärft. Wir sind nicht verantwortlich für die aktuelle angespannte Situation. Die USA sind aus Tausenden von Kilometern Entfernung von ihren Ufern an den Persischen Golf gekommen“, betonte er.

Er fügte hinzu: „Sie verkaufen tödliche Waffen im Wert von Milliarden Dollar an bestimmte Länder in dieser Region. Sie bemühen sich, Zwietracht zwischen den regionalen Ländern zu säen“.

USA verhindern die Lieferung von Covid-19-Testkits an Iran

Takht-e Ravanchi verwies auf die Irans Außenpolitik im Kampf gegen Covid-19 und sagte: „Heutzutage ist die iranische Außenpolitik darauf ausgerichtet, mit anderen Ländern zusammenzuarbeiten, um diese Pandemie vollständig zu beseitigen“.

„Eine Reihe von Ländern, darunter einige Nachbarn, und internationale Organisationen haben den Iran unterstützt. Gleichzeitig verhängen die USA weiterhin illegale Sanktionen gegen unser Land. Als jüngstes Beispiel haben die USA Südkorea letzte Woche verboten, Coronavirus-Diagnosetestkits an den Iran zu verkaufen. An diesem kritischen Punkt wird das iranische Volk niemals diejenigen vergessen, die helfen, und diejenigen, die sie verletzen“, fügte der Topdiplomat hinzu.

Washington versucht IWF davon zu überzeugen, Irans Antrag abzulehnen

„Der Iran hat beim IWF einen Kredit in Höhe von 5 Milliarden Dollar beantragt, da wir vom Virus schwer getroffen wurden. [...] Es ist ein offenes Geheimnis, dass die USA alles tun, um die Entscheidung des IWF über den iranischen Antrag zu verzögern, mit der Hoffnung, die Mitglieder des IWF-Vorstands davon zu überzeugen, ihn abzulehnen“, sagte Irans UN-Vertreter.

Er fuhr fort: „Jetzt steht die Glaubwürdigkeit des IWF auf dem Spiel. Unsere Gespräche mit dem IWF dauern noch an und wir hoffen, dass der Fonds bald die richtige Entscheidung treffen wird, Kredite an den Iran zu vergeben“.

INSTEX-Anwendungsbereich muss ausgedehnt werden

Takht-e Ravanchi sagte, wichtig sei, dass der Iran die im Deal verankerten Dividenden genießt. Er betonte aber: „Was jedoch getan werden muss, ist, den Anwendungsbereich dieses Mechanismus auf den nicht-humanitären Handel auszudehnen und INSTEX finanzielle Ressourcen zur Verfügung zu stellen, damit große Handelsmengen erleichtert werden können“.

Er erinnerte daran: „INSTEX muss finanziert werden, entweder durch die Gelder aus iranischen Ölverkäufen nach Europa oder durch direkte Finanzierung durch europäische Länder. Das iranische Öl unterliegt keinen EU-Sanktionen. Daher kann Europa Öl aus dem Iran für die sofortige oder zukünftige Verwendung kaufen“.

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