Iran: USA sind rechtlich nicht in der Lage, über die Zukunft Afghanistans zu entscheiden

Teheran (IRNA) - Der Iran glaubt, die USA haben keine rechtliche Berechtigung, ein Friedensabkommen zu unterzeichnen oder die Zukunft Afghanistans zu bestimmen.

„Die Islamische Republik Iran ist der Ansicht, dass ein dauerhaftes Friedensabkommen in Afghanistan nur durch einen innerafghanischen Dialog unter Beteiligung der politischen Gruppen des Landes, einschließlich Taliban, und unter Berücksichtigung der Überlegungen der afghanischen Nachbarn erreicht werden kann“, heißt es in der am Sonntag veröffentlichten Erklärung zur Unterzeichnung eines Abkommens zwischen den USA und Taliban zur Beendigung des 18-jährigen Afghanistankrieges

Iran begrüßt jede Entwicklung, die zu Frieden und Stabilität in Afghanistan beiträgt, und unterstützt die diesbezüglichen Bemühungen unter afghanischer Führung.

Das Außenministerium betont: „Die Islamische Republik Iran ist der Ansicht, dass die Anwesenheit ausländischer Truppen in Afghanistan illegal ist und einer der Hauptgründe für den Krieg und die Unsicherheit dort ist. Der Abzug dieser Kräfte ist für die Erreichung von Frieden und Sicherheit in Afghanistan von wesentlicher Bedeutung, und jede Maßnahme, die den Grund für den Abzug dieser Kräfte liegt, wird den Weg zum Frieden in diesem Land ebnen“.

Die Islamische Republik Iran betrachtet die US-Maßnahmen als einen Versuch, die Präsenz ihrer Truppen in Afghanistan zu legitimieren. „Die Vereinigten Staaten haben keine rechtliche Berechtigung, ein Friedensabkommen zu unterzeichnen oder die Zukunft Afghanistans zu bestimmen. Wir glauben, dass die Vereinten Nationen über die erforderlichen Kapazitäten verfügen, um innerafghanische Verhandlungen zu erleichtern sowie die Umsetzung der erzielten Vereinbarungen zu überwachen und sicherzustellen.“

„Die Islamische Republik Iran respektiert die Souveränität und territoriale Integrität Afghanistans, ist jedoch bereit, im Einklang mit ihrer nationalen Sicherheitsstrategie Hilfe bei der Schaffung von Frieden, Stabilität und Sicherheit in Afghanistan zu leisten. Wir hoffen, dass die Regierung, die Afghanistan gründen wird, freundschaftliche Beziehungen zu ihren Nachbarn unterhält und in der Lage ist, den Terrorismus auszurotten“, betonte.

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