04.01.2020, 00:40
Journalist ID: 2397
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Märtyrertod von General Soleimani: Iran verurteilt Äußerungen deutscher Politiker

Teheran (IRNA) - Der Iran verurteilte die Haltung der deutschen Bundesregierung gegenüber dem US-Terrorangriff, bei dem der iranische Befehlshaber der Quds Force, General Qasem Soleimani, und der stellvertretende General der irakischen Haschd-al-Schaabi-Miliz getötet wurden.

In einer Erklärung am späten Freitag sagte der Sprecher des Außenministeriums Abbas Mousavi: „Die Islamische Republik Iran erachtet die Haltung der Bundesregierung, die unmenschlichen, einseitigen und international rechtswidrigen Maßnahmen der USA zu unterstützen, als Mitschuld an dieser Aktion“.

Iran erinnert die Bundesregierung an die herausragende Rolle von General Soleimani bei der Bekämpfung der IS-Terrorgruppe, deren Überleben das Leben vieler unschuldiger Menschen selbst in Europa gefährdet hätte.

„Solche Aussagen zeigen die Distanz Berlins von den Realitäten der Region und bringen das Land absichtlich oder unbeabsichtigt auf die gleiche Linie mit dem Terrorismus der US-Regierung“, fügte er hinzu.

Die deutsche Vizeregierungssprecherin Ulrike Demmer sagte am Freitag in Berlin: „Das amerikanische Vorgehen ist eine Reaktion auf eine ganze Reihe von militärischen Provokationen, für die der Iran Verantwortung trägt“. Sie fügte hinzu: „Auch wir sehen die regionalen Aktivitäten des Iran mit großer Besorgnis“.

„Wir sind an einem gefährlichen Eskalationspunkt“, berichtete Reuters.

Das deutsche Auswärtige Amt teilte danach per Twitter mit, dass Außenminister Heiko Maas sagt: „Die US-Militäroperation folgte auf eine Reihe gefährlicher Provokationen Irans. Es ist durch die Aktion aber nicht einfacher geworden, Spannungen abzubauen. Das habe ich auch Pompeo deutlich gesagt“.

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