09.10.2019, 15:08
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2016: Iran lockte die meisten deutschen Urlauber

Teheran (IRNA) – Die Geschäftsführerin der Deutsch-Iranischen Industrie- und Handelskammer (AHK), Dagmar von Bohnstein, erinnerte daran, dass im Jahr 2016 die meisten kulturinteressierten Touristen aus Deutschland nach Iran gekommen seien. „Diese Zahlen zeigen wie nah unsere Gesellschaften stehen.“

Sie sagte weiter, dass Deutsche aus Unwissenheit oft mit einem zu viel schlechten Bild nach Iran kommen, aber sie als Deutsche, die im Iran lebt, bewundert die atemberaubende Landschaft, die Berge, die Wüste, die Küsten im Iran und die Freundschaft und die Kreativität des iranischen Volkes.

Deutschland ist dritter Studienort für iranische Studenten
Bohnstein sagte bei einem von AHK Iran organisierten Seminar „Deutsch-iranische Wirtschaftsbeziehungen – Stand und Ausblick“ am Dienstag im Parsian Azadi Hotel in Teheran, dass nach den USA und nach Kanada Deutschland dritter Studienort für iranische Studenten sei. „Über 6,000 iranische Iraner und Iranerin studieren in Deutschland.“

Ihr zufolge leben und arbeiten über 100,000 Iraner und Iranerinnen in Deutschland.

 US-Sanktionen das aktuelle Hindernis für deutsch-iranischen Handel

„Was behindert die beiden Seiten, ihre Wirtschaftsbeziehungen zu stärken und weshalb lohnt es sich für beide Seiten, die Wirtschaftsbeziehungen auszubauen“, sind zwei wichtige Fragen, die sich Bohnstein stellte, um zum Ausbau der Beziehungen der zwei traditionellen Handelspartner beizutragen.

Sie sagte , dass die Stärkung der Beziehungen im Interessen der beiden Länder sei und dass Teheran und Berlin nicht mit dem Zustand des Wirtschaftsaustausches zufrieden sein sollen.

Bohnstein verwies auf das Handelsvolumen der beiden Länder in den letzten Jahren. 2010 habe es einen Höhepunkt mit 4,8 Milliarden Euro erreicht, aber die damals verhängten EU-Sanktionen haben das Volumen bis 2013 auf den Tiefpunkt von 2,1 Milliarden Euro gesunken. Von da an haben das Handelsvolumen wieder langsam nach oben gestiegen. In 2017 nach Abschluss des Atomdeals und nach der Aufhebung der EU-Sanktionen habe es 3,4 Milliarden Euro erreicht. Der Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen (JCPOA) im Mai 2018 und die neu verhängten US-Sanktionen haben wieder zur Reduzierung der deutsch-iranischen Handelsbeziehungen geführt, sagte sie.

Unter Hinweis auf den aktuellen Zustand der Beziehungen der beiden Länder sagte sie: „In ersten sieben Monaten 2019 sind die deutschen Exporte in den Iran um 49% zurückgegangen und die iranischen Exporte nach Deutschland um 57% gesunken“.

Deutsche Wirtschaftsvertreterin in der Islamischen Republik Iran verwies auf die Exporte und Importe seines Landes von Iran. Die wichtigsten deutschen Produkte für Iran kommen aus Maschinenbau und Autoindustrie. Iran liefert Nahrungsmittel und Rohmaterialien nach Deutschland.


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