16.09.2019, 09:35
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INSTEX-Präsident besucht AHK Iran

Teheran (IRNA) - Michael Bock, Botschafter a. D. und Nachfolger von Per Fischer an der Spitze von INSTEX, macht seinen Antrittsbesuch in Iran.

Der neue INSTEX-Präsident ist nach Iran gereist, um sich vorzustellen und die nächsten Schritte mit den Partnern von STFI (Special Trade and Finance Institute). zu diskutieren. Wichtig war ihm auch, mit deutschen und iranischen Firmenvertretern zusammenzutreffen, um deren aktuelle Anliegen im deutsch-iranischen Handel zu erfahren. Dazu besuchte er die AHK Iran und tauschte sich mit deren Geschäftsführerin aus. Am Abend dann diskutierte er in kleinem Kreis mit Unternehmens- und Verbandsvertretern.

Michael Bock wurde als Leiter eines Gremiums zur Förderung des europäischen Handels mit dem Iran (INSTEX) ausgewählt. Die Abkürzung INSTEX steht für Instrument in Support of Trade Exchanges und wurde im Januar 2019 Deutschland, Frankreich und Großbritannien gegründet, um Import- und Exportzahlungen zu koordinieren. Als eine Art Zwischenhändler soll die in Paris angesiedelte Organisation europäischen Unternehmen ermöglichen, trotz der geltenden US-Sanktionen gegen Iran weiter Geschäfte mit dem Land zu machen. Dadurch soll Teheran davon überzeugt werden, sich weiter an den Atomvertrag zu halten. Die meisten Banken lehnen aus Angst vor US-Sanktionen Geschäfte mit Iran-Bezug ab.

Bisher hat INSTEX trotz intensiver Bemühungen kein Geschäft abgewickelt. Berlin und Paris hatten stets unterstrichen, dass man vor allem Geschäfte zur Linderung der sich verschärfenden Versorgungslage in Iran ermöglichen wolle. Von Diplomaten hieß es allerdings zuletzt, man werde die Definition von "humanitär" recht weit auslegen.

Quelle: AHK

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