27.08.2019, 14:13
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Zarif: "Die USA haben den Verhandlungstisch verlassen, nicht wir"

Teheran, IRNA - Der iranische Außenminister Mohammad Javad Zarif betonte in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung, dass Teheran immer verhandlungsbereit sei, die Amerikaner jedoch den Verhandlungstisch verlassen hätten.

In einem Gespräch mit der deutschen Zeitung kündigte Mohammed Javad Zarif die Bereitschaft des Iran an, seine Interessen im Falle einer Bedrohung durch eine fremde Macht zu schützen.

"Iran sucht keinen Krieg, aber wenn er angegriffen wird, wird er sich selbst verteidigen", sagte er.

Zarif forderte die Europäer auf, Iran ungeachtet der US-Sanktionen den Verkauf von Öl und den Zugriff auf die Erlöse zu ermöglichen. 

Ihm zufolge "sind direkte Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten jedoch nicht erförderlich. Von den USA verlangte Zarif, andere Parteien des Atomabkommens nicht daran zu hindern, ihre Verpflichtungen nachzukommen, vor allem der Normalisierung der Wirtschaftsbeziehungen, die unter der Drittwirkung der amerikanischen Finanz- und Ölsanktionen massiven Schaden genommen haben.

Zarif begrüßte die Vermittlungsbemühungen des französischen Präsidenten Emmanuel Macron. "Unser Problem ist nicht mit den USA, sondern zwischen Iran und den verbleibenden Parteien des Atomabkommens".

Quelle: Süddeutsche Zeitung 

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