08.06.2019, 09:37
Journalist ID: 1937
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Maas reist in Iran: Nuklearabkommen erhalten und umsetzen

Teheran, 8. Juni, IRNA – Deutscher Außenminister Heiko Maas wird am Montag in Teheran erwartet. Seine Reise findet gleichzeitig mit der Reise der japanischen Außenminister und Premierminister in Iran statt.

In Teheran trifft Maas am Montag mit dem iranischen Außenminister Mohammed Javad Zarif zusammen und wird mit ihm über die politischen Eindrücke der Reise sprechen.
Der Besuch in Teheran steht nicht zuletzt im Zeichen der Bemühungen Frankreichs, Großbritanniens und Deutschlands, die Wiener Nuklearvereinbarung mit Iran zu erhalten. Deutschland setzt sich weiterhin für den Erhalt des Atomabkommens ein: es ist unverzichtbar für mehr Stabilität und Sicherheit in der Region. Gleichzeitig setzt der Erhalt voraus, dass Teheran die Vereinbarung in vollem Umfang umsetzt.
Mit Ende des Fastenmonats Ramadan bricht Außenminister Maas heute zu einer Reise in die Region des Mittleren Ostens auf: die Reise beginnt in Jordanien und führt schließlich über die Vereinigten Arabischen Emirate in den Iran.
Es ist eine Reise in eine unruhige Region. In Syrien und Jemen dauern die Konflikte an, Millionen von Menschen mussten aus ihren Heimatländern fliehen. Die Aufnahme der Flüchtlinge stellt die Nachbarländer vor große Herausforderungen. Auch die Lage in Iran ist angespannt. Im Mai hat Iran angekündigt, seine Verpflichtungen aus der Nuklearvereinbarung zumindest teilweise auszusetzen, nachdem die USA entschieden haben, Ausnahmegenehmigungen für bestimmte Exporte nicht weiter zu verlängern.
Stimmungslage in der Region
Angesichts der jüngsten Zuspitzung sind nun auch die europäischen Nachbarn gefordert. Es geht auf der Reise darum, die unterschiedlichen Perspektiven, Ansichten, Haltungen und Analysen der verschiedenen Länder aufzugreifen, um einen Eindruck von der Stimmung in der Region zu erhalten.
In allen drei Ländern wird Maas deswegen mit seinen Amtskollegen zusammentreffen. In Amman führt er Gespräche mit Ayman Safadi, in Abu Dhabi trifft er mit Scheich Abdullah bin Zayed Al Nahyan zusammen. Im Mittelpunkt steht die Lage in der Region: wie schätzen die Gesprächspartner die Lage ein? Wie kann man zur Deeskalation beitragen?
Eine wichtige Rolle spielen hier die Konflikte in den benachbarten Ländern, in Syrien und Jemen - gerade in der aktuellen angespannten Lage ist es wichtig, dass offene Gespräche mit den entscheidenden Akteuren gesucht werden.
Quelle: Auswärtiges Amt


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