Britischer Außenminister bezeichnet Atomabkommen als lebeswichtig

London, 14. Mai, IRNA – Der britische Außenminister Jeremy Hunt nannte den Atomdeal ein wichtiges Abkommen, das die Verbreitung der gefährlichsten Waffen in der instabilsten Region der Welt verhindern würde.

Jeremy Hunt hat angesichts der wachsenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran davor gewarnt, dass aus Versehen ein militärischer Konflikt ausbrechen könnte, berichtete 'Sputnik'.

„Wir sind äußerst besorgt darüber, dass es aus Versehen zu einem Konflikt kommen könnte – mit einer Eskalation, die keine Seite gewollt hat“, äußerte Hunt am Montag am Rande eines EU-Außenministertreffens in Brüssel, so 'Sputnik'.

Hunt twitterte, dass er sich zusammen mit den Außenministern Frankreichs, der USA und Deutschland Sorgen über die Lage im Zusammenhang mit dem iranischen Nuklearprogramm machte und Teheran aufforderte, sein Engagement für das Atomabkommen zu erfüllen.

Im jüngsten vierteljährlichen Bericht der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) wurde ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der Iran seinen Verpflichtungen im Rahmen des Abkommens nachkommt.

Er beschrieb den militärischen Konflikt für beide Seiten als unnötig und fügte hinzu: 'Wir sollten dem Iran nicht den Weg zu Atomwaffen ebnen. Denn wenn der Iran eine Atommacht wird, werden auch seine Nachbarn den gleichen Weg einschlagen wollen. Mittlerweile ist der Nahe Osten eine der instabilsten Regionen der Welt, und dieser Schritt geht in die falsche Richtung'.

Beim Treffen der EU-Außenminister in Brüssel hat Heiko Maas geasagt, die EU werde am Atomdeal mit dem Iran festhalten.

'Wir sind uns in Europa einig, dass dieses Abkommen für unsere Sicherheit notwendig ist', sagte Maas.

Das Land drohte daraufhin in der vergangenen Woche, nach Ablauf einer 60-Tages-Frist den Ausstieg aus dem 2015 geschlossenen Abkommen einzuleiten. Das könnte bedeuten, dass der Iran sein eingestelltes Programm zum Bau einer Atombombe wieder aufnehmen könnte. Deutschland, Frankreich und Großbritannien versuchen nun unter Hochdruck, eine Handelsplattform mit dem Namen Instex einsatzbereit zu bekommen, berichtete 'Die Zeit'.


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