Türkei und Indien sind stark von US-Sanktionen gegen Iran betroffen

Teheran, 5. Mai, IRNA - Die britische Wochenzeitung „Arab“ schrieb in einem analytischen Bericht nach einer kürzlich von den USA beschlossenen Entscheidung, die Ölkäufe aus dem Iran nicht zu verlängern, dass die beiden Länder Türkei und Indien stark von Washingtons Entscheidung beeinflussen werden.

„Durch die Reduzierung des Rohölimports des Iran befassen sich zwei von den US-Entscheidungen stark betroffene Länder mit der Deckung des heimischen Energiebedarfs“, berichtete „The Arab Weekly“.

Die Türkei und Indien haben jeweils daran gearbeitet, die politischen Beziehungen zu Teheran zu stärken, während sie sich auf iranische Rohölimporte verlassen.

Nun bereiten sich Ankara und Neu-Delhi darauf vor, die Importe bestehender Zulieferer zu erhöhen und möglicherweise neue Quellen zu suchen, um dem Verlust iranischer Rohöllieferungen entgegenzuwirken.

Da die Regierungen Indiens und der Türkei außenpolitisch die besonderen Beziehungen zu Teheran haben und der Energiemarkt dieser beiden Länder aufgrund der strengsten US-Sanktionen gegen den Iran in besonderem Maße vom iranischen Rohöl abhängig ist, versuchen diese Länder, einen alternativen Zahlungsmechanismus zu schaffen, um die hartnäckige US-Sanktionspolitik in Teheran zu umgehen.

Nach der jüngsten Entscheidung der US-Regierung gegen den Iran hat die Türkei öffentlich angekündigt, dass sie sich nicht an einseitige Sanktionen halten werde, während Indien einen konsequenten Ansatz als Reaktion auf die amerikanische Politik verfolge.

Die Vereinigten Staaten haben sich im vergangenen Jahr einseitig von einem Abkommen mit dem Iran über ein Atomprogramm zurückgezogen und die Sanktionen gegen Teheran wieder eingeführt. Gleichzeitig wurden China, Indien, Italien, Griechenland, Japan, Südkorea, Taiwan und die Türkei bis zum 2. Mai 2019 freigestellt, das heißt, die USA haben sich verpflichtet, keine Sanktionen gegen den Kauf bestimmter Mengen iranischen Öls zu verhängen.

Der Außenminister von USA Mike Pompeo kündigte zuvor an, dass die Regierung die Ausnahme-Regelung der Ölsanktionen Washingtons gegenüber dem Iran vom 2. Mai nicht verlängern werde.


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