Deutschland kritisiert US-Sanktionen, die humanitäre Hilfe für Flutopfer in Iran erschweren

Teheran, 28. April, IRNA – Nach der Kritik der Bundesregierung von Deutschland erschweren US-Sanktionen humanitäre Hilfe für über zwei Millionen Flutopfer im Iran.

Zwei Millionen Iraner sind als Folge der Flutkatastrophe auf humanitäre Hilfe angewiesen. Die Bundesregierung beklagt nach SPIEGEL-Informationen, dass US-Sanktionen die Unterstützung der Betroffenen erschweren.

Nach Angaben des Roten Halbmondes sind als Folge der Fluten rund zwei Millionen Iraner auf humanitäre Hilfe angewiesen. Doch die werde durch die US-Sanktionen gegen das Land erheblich erschwert, so die Einschätzung der Bundesregierung.

'Grundsätzlich beobachtet die Bundesregierung bei humanitären Lieferungen und Zahlungen mit Bezug zu Iran aufgrund der US-amerikanischen Sanktionspolitik eine Zurückhaltung bei Unternehmen und Banken', heißt es in der Antwort des Auswärtigen Amtes auf eine Kleine Anfrage des Grünen-Abgeordneten Omid Nouripour, die dem SPIEGEL vorliegt.

Iran hat in den vergangenen Wochen die schwersten Überschwemmungen seit Jahrzehnten erlebt. 26 von 31 Provinzen sind betroffen, fast 2000 Ortschaften haben Flutschäden verzeichnet, 12.000 Kilometer Straßen wurden beschädigt. Mindestens 77 Menschen sind bei der Katastrophe ums Leben gekommen, fast tausend weitere wurden verletzt.

Quelle: Spiegel


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