Atomabkommen: Französischer Botschafter nimmt seine Äußerungen zurück

Teheran, 15. April, IRNA - Der hochrangige iranische Diplomat hat Frankreich vor den negativen Auswirkungen der jüngsten Äußerungen seines Botschafters in den Vereinigten Staaten, Gérard Araud, gewarnt.

„Wenn Tweets von Gérard Araud die Position Frankreichs repräsentieren, stehen wir vor offensichtlichen Verletzungen des Ziels und des Themas des Atomabkommens und der Resolution 2231 des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen“, sagte der stellvertretende iranische Außenminister für politische Angelegenheiten, Abbas Araghchi, im Kurznachrichtendienst Twitter in Reaktion auf Arauds Tweet.

Er forderte Paris auf, das Problem unverzüglich zu klären, ansonsten werde Teheran „die geeigneten Maßnahmen ergreifen“.

Araud, der seit 2014 als Botschafter Frankreichs in Washington fungiert, hat am Samstag getwittert: „Es ist falsch zu sagen, dass der Iran nach Ablauf des Atomabkommens Uran anreichern darf. Im Rahmen des Nichtverbreitungsvertrags (NVV) und seines Zusatzprotokolls muss es unter strenger Überwachung beweisen, dass seine nuklearen Aktivitäten zivil sind“.

Araud wurde nach der Reaktion von Iran gezwungen, seine Tweets zu löschen.

Der Iran und die fünf ständigen Mitglieder des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen unterzeichneten am 14. Juli 2015 das Atomabkommen. Im Rahmen dieses Abkommens wird bestätigt, dass die EU alle ihre wirtschaftlichen und finanziellen Sanktionen, die im Zusammenhang mit dem iranischen Nuklearprogramm verhängt wurden, aufgehoben wird, demgegenüber hat sich der Iran verpflichtet, sein Nuklearprogramm zu beschränken.

Die Internationale Atomenergieorganisation hat aber in 14 Berichte bestätigt, dass der Iran die Beschränkungen seiner Nuklearaktivitäten im Rahmen der JCPOA weiterhin einhält.

Der Chef des iranischen Außenministeriums, der die Umsetzung des Atomabkommens weiterverfolgen sollte, Hossein Sadat Meidani, rief den französischen Botschafter in Teheran, Philippe Thiebaud, am Sonntag an und teilte ihm mit, dass die Inhalte der Tweets für die Islamische Republik in keiner Weise akzeptabel seien.

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