20.03.2019, 09:58
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Nowruz: Eine Feier zur Erneuerung der Welt und des Lebens

Teheran, 20. März, IRNA- Nowruz ist das traditionelle Fest im Iran und wird am Anfang des persischen Neujahres gefeiert. Es ist in erster Linie eine herrliche Feier zur Ehrung der Natur und bedeutet Frühlingserneuerung.

Nowruz ist ein Beispiel für eine friedliche Interaktion zwischen Mensch und Natur und eine Feier voll von natürlichen Symbolen, die den historischen Respekt vor der Natur, als Schöpfung Gottes, zeigt.

** Iran und die Geschichte von Nowruz

Nowruz („neu“ + „Tag“, das heißt „ein neuer Tag“) ist eines der ältesten Zeremonien, deren Ursprung auf den alten Persien zurückgeht.

Über den Ursprung von Nowruz gibt es unterschiedliche Meinungen: Nach den altpersischen Legenden erschuf Gott den Menschen am ersten Tag des Frühlings. Nach einigen Angaben traf der Tag des Sieges von Jamshid, dem mythischen iranischen König, über die Dämonen mit Nowruz zusammen, wobei das Fest an die Himmelfahrt von Jamshid erinnern soll. An diesem Tag wurde die Erde von ihren Bösartigkeiten gereinigt. Tagundnachtgleiche im Frühling ist ein Beispiel für Mäßigkeit und Kompromiss und auch die Gerechtigkeit des legendären Königs Jamshid.

Das Licht des Tages ehrt das persische Neujahrsfest, ebenso das Leben, das sich vom Lichte nährt und aufblüht. Aber Nowroz symbolisiert für die Menschen noch viel mehr. Es wird als Erneuerung betrachtet, nicht nur die Erneuerung der Jahreszeit, sondern auch die Erneuerung der Welt und des Menschen selber.

Dieses älteste, wichtigste und persische Fest beginnt mit dem astronomischen Frühlingsanfang, der zugleich der Beginn des iranischen Kalenderjahres ist. Der Höhepunkt des Festes ist der Zeitpunkt der Tag/Nacht-Gleiche („Tahwil-e Sal“).

Dieses traditionelle Fest dauert Zwölf Tage. Am dreizehnten Tage des neuen Jahres, der als Unglückstag gilt, ziehen die Menschen in die freie Natur, und organisieren einen ausgiebigen Ausflug.

** Symbole der Natur auf dem iranischen Tisch

Iraner beginnen Nowrouz mit einem großen „Frühjahrsputz“. Zudem kaufen sie neue Kleidungen, um die Erneuerung der Welt in sich selbt zu zeigen. Sie begrüßen die Wiedergeburt der Natur.

Am Vorabend des 21. März ordnet jede iranische Familie auf einem Tuch (Sofre) sieben Gegenständen an, die mit dem Buchstaben „S“ (Sin, س) beginnen.

Sabzeh: Weizenkeime, Gerste oder Linsen (Symbol der Wiedergeburt)
Samanou: eine sehr süße Paste aus gekeimten Weizen (Fülle Symbol)
Sendjed: eine Art essbare Mehlbeere (Symbol der Weisheit)
Sir: Knoblauch (Symbol von Medikamenten und Behandlung)
Sib: Apfel (Symbol der Schönheit und Gesundheit)
Sumag: Gewürzsumach oder Sumach (die Farbe von Sonnenaufgang und Symbol der Gesundheit)
Serkeh: Essig (Symbol der Geduld und Vernunft)

Auf das Tuch legt man ebenfalls einen Koran, Süßigkeiten, farbige Eier, Früchte, Goldfische in einem Glas, Spiegel und Kerze.

** Nowruz; Gesitiger Erbe der Volksstämme in UNESCO

Nowruz wurde im Jahr 2009 in die Liste der Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit von der UNESCO aufgenommen.

Heute ist Nowrouz nicht beschränkt auf den Iran. Afghanistan, Aserbaidschan, Indien, Irak, Kasachstan, Kirgisistan, Pakistan, Tadschikistan, Turkmenistan und die Türkei feiern das neue Jahr am Anfang des Frühlings am 21. März.

In einigen Ländern ist Nowruz keine nationale Feier, sondern es ist ein Feiertag in ihrem Kalender.

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