Zarif kritisiert US-Ausstieg aus Atomabkommen und ihre Drücke auf Europa

Teheran, 17. Februar, IRNA – Der iranische Außenminister Mohammad Javad Zarif kritisierte in seiner Rede bei der Münchner Sicherheitskonferenz den einseitigen Ausstieg der Vereinigten Staaten aus dem iranischen Atomabkommen und ihre Drücke auf europäische Länder, die Resolution des Sicherheitsrates zu verletzten.

Zarif verwies auf die Feindseligkeiten der USA seit dem Sieg der Islamischen Revolution im Iran sagte: „In den letzten zwei Jahren haben die USA ihren Animus gegenüber dem Iran in ein neues Extrem geführt, wie sie durch die rechtswidrige und einseitige Aufhebung ihrer Verpflichtungen im Rahmen des sorgfältig ausgehandelten Gemeinsamen Umfassenden Aktionsplans dargestellt wurden, der vom Sicherheitsrat der Vereinten Nationen einstimmig gebilligt wurde“.

Iranischer Außenminister betonte, dass die USA versuchen, die anderen Länder unterdrücken, die Resolution 2231 zu verletzen.

„Die USA behaupten, der Iran mische sich in die Region ein. [...] Das US-Militär hat 10.000 Kilometer zurückgelegt, um alle unsere Grenzen mit Stützpunkten zu besetzen. [...] Nach der konservativsten Schätzung werden allein die Militärausgaben des GCC in diesem Jahr ein Rekordhoch von 100 Milliarden Dollar erreichen - fast siebenmal so viel wie im Iran“, erinnerte er daran.
Zarif fragte: „Wer exportiert also wirklich Unsicherheit in unsere Region? Was bedroht die Region mehr? Die unergründlichen Arsenale, mit denen die Menschen im Jemen terrorisiert wurden? Oder die Abwehrraketen des Iran, die bisher nur zur Selbstverteidigung gegen ISIS-Terror eingesetzt wurden?“.

Er betonte: „Ist es der Iran, der die Vernichtung anderer bedroht - oder ist es Mr. Netanyahu - Israels Premierminister -, der offen die Vernichtung meines Landes bedroht?“.

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