31.01.2019, 20:05
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Araghchi: INSTEX ist „erster Schritt“ von Europäer

Teheran, 31. Januar, IRNA- Die Registrierung eines Finanztransaktionskanals ist ein erster Schritt, den die Europäer im Rahmen ihrer Verpflichtungen gegenüber dem Iran unternommen haben, sagte der stellvertretende Minister Außenminister Abbas Araghchi, bevor er hoffte, „eine vollständige Umsetzung“ zu sehen.

In einem Interview mit dem staatlichen Fernsehsender 1 im Iran über die Registrierung eines Finanztransaktionskanals zwischen dem Iran und der Europäischen Union sagte der iranische Diplomat: „Dies ist ein spezieller Finanzmechanismus, den die Europäer seit mehreren Monaten einsetzen wollen“.

„Dieser Mechanismus soll den gesamten Iran-Europa-Handel abdecken, d. h. unsere bilateralen Exporte und Importe“, sagte Araghchi.

Nach Angaben des iranischen stellvertretenden Ministers ist für diesen Zweck im Iran ein ähnlicher Mechanismus geplant, um den Rial-Austausch (iranische Währung) zwischen den iranischen Parteien durchzuführen.

„In der Tat bevorzugt dieses System Unternehmen, die Geschäfte mit dem Iran tätigen möchten, um gegenseitige Finanztransaktionen über diesen Mechanismus durchzuführen“, erklärte er.

In Bezug auf die Funktionsweise dieses Mechanismus fügte der Diplomat hinzu, dass dazu mehrere Expertentreffen mit den europäischen Parteien erforderlich seien. Irans Zentralbank muss zu diesem Zweck in einen Dialog treten, um die Form der Arbeit zu bestimmen.

Die europäischen Vertragsparteien des Atomabkommens von 2015 haben einen lang erwarteten Handelsweg mit dem Iran zum Abschluss gebracht, um die Handelsbeziehungen mit Teheran vor US-Sanktionen zu schützen, wie in deutschen Medienberichten berichtet.

Spiegel zufolge ist Instex eine Art Tauschbörse, in der die Forderungen von iranischen und europäischen Unternehmen miteinander verrechnet werden. Geld, das Iran zum Beispiel für Öllieferungen nach Europa in Rechnung stellt, könnte direkt an europäische Firmen fließen, die Produkte nach Iran verkaufen. Am Montag vereinbarten die Außenminister Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens in Brüssel die letzten Details.

Instex soll sicherstellen, dass europäische Unternehmen, die legal Handel mit Iran treiben, nicht von amerikanischen Strafmaßnahmen betroffen werden. Sie war aus Sicht der Europäer notwendig geworden, nachdem US-Präsident Donald Trump aus dem Atom-Abkommen mit Iran (JCPOA) ausgestiegen war. Trump erließ daraufhin die in seinen Worten 'schärfsten Sanktionen aller Zeiten'. Sie richten sich vor allem gegen die iranische Ölindustrie und andere ausgewählte Sektoren.

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