30.01.2019, 10:13
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Iran warnt: Zusammenbruch des Abkommens hat schwerwiegende Folgen

London, 30. Januar, IRNA – Der iranische Vizeaußenminister Seyyed Abbas Araghchi warnte davor: „Wenn das Atomabkommen sein Gleichgewicht verliert, würde es viele Konsequenzen für den Nahen Osten, Europa und Welt haben“.

Im Mittelpunkt des Araghchis Treffens mit dem Vorsitzenden des außenpolitischen Ausschusses des österreichischen Parlaments Andreas Schieder stand die Zukunft des Nuklearabkommens 2015 mit den Weltmächten, aus dem sich die USA im Mai zurückgezogen und die Sanktionen gegen den Iran wiederhergestellt haben.

Der stellvertretende iranische Außenminister forderte die Europäische Union am Dienstag auf, die Einführung eines Finanzmechanismus zu beschleunigen, der den Handel mit Nicht-Dollar mit der Islamischen Republik erleichtern würde.

Der leitende iranische Diplomat forderte die EU auf, ihre „historische Pflicht“ gegenüber dem Atomabkommen zu beachten.

Die EU hat an der SPV gearbeitet, um das Nuklearabkommen am Leben zu erhalten, seit US-Präsident Donald Trump aus ihm ausgetreten ist.

Zudem diskutierten die beiden Seiten die bilateralen Beziehungen besonders parlamentarische Zusammenarbeiten, regionale und globale Entwicklungen.

Schieder versicherte, dass Österreich seinen Beitrag leisten werde. Er unterstrich ferner die Bedeutung des Dialogs, um Spannungen in den internationalen Beziehungen abzubauen.

Araghchis Besuch in Österreich war die erste Etappe einer Europa-Tournee, die ihn später in die Slowakei und nach Bulgarien führen sollte.

Am Montag traf Araghchi auch mit der österreichischen Außenministerin Karin Kneissl zusammen, wo er die sofortige Einführung einer Zweckgesellschaft (Special Purpose Vehicle, SPV) forderte.

Zudem hatte er ein Treffen mit dem österreichischen Außenminister Johannes Peterlik. Bei diesem Treffen äußerte der österreichische Diplomat die Unterstützung seines Landes für den iranischen Nukleardeal und lobte die Entscheidung des Iran, trotz des Rückzugs der USA im Abkommen zu bleiben.

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