Iranische Journalisten in US-Haft: Iran bestellt Schweizer Botschafter ein

Teheran, 23. Januar, IRNA - Der Iran hat den Schweizer Botschafter in Teheran einbestellt, um gegen die „illegale“ Inhaftierung von Press TV-Nachrichtensprecherin Marzieh Hashemi, die in die Vereinigten Staaten gereist war, um ihre Familie zu besuchen, zu protestieren.

Bei einem Treffen am Dienstag mit dem Schweizer Botschafter hatte den amerikanischen Beamten den starken Protest der Islamischen Republik gegen die Verlängerung der Haft der iranischen Bürgerin zum Ausdruck gebracht, sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums Bahram Ghasemi.

Er fügte hinzu, dass das iranische Außenministerium aus Protest gegen die US-amerikanische Inhaftierung und das „unmenschliche und diskriminierende“ Verhalten gegenüber der Press TV-Journalistin eine offizielle Notiz an den Schweizer Botschafter übergeben hatte, und bat um ihre sofortige und bedingungslose Freilassung.

Hashemi, eine in Amerika geborene Muslimin, die seit Jahren im Iran lebt, wurde letzten Sonntag auf Flughafen St. Louis Lambert in Missouri inhaftiert, als sie in USA gereist ist, um ihren kranken Bruder zu besuchen.

Ghasemi sagte, dass die US-Regierung für solche „diskriminierenden Maßnahmen“ und die Verletzung von Hashemis Rechten verantwortlich gemacht werden muss.

Der Schweizer Botschafter Markus Leitner sagte, er werde das US-Außenministerium unverzüglich benachrichtigen und die Ergebnisse dem iranischen Außenministerium melden.

Wegen des Fehlens diplomatischer oder konsularischer Beziehungen zwischen Teheran und Washington seit 1980 vertritt die Schweizer Regierung durch ihre Botschaft in Teheran als Schutzmacht die amerikanischen Interessen im Iran.

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