EU wird bei friedlicher Kernenergie mit Iran weiter zusammenarbeiten – EU-Kommissar

Teheran, 27. November, IRNA - Die EU sieht keine Alternative für den Atomdeal mit dem Iran und beabsichtigt darum die Fortsetzung der Kooperation im Bereich friedlicher Nutzung von Atomkraft. Dies verkündete am Montag der EU-Energiekommissar Miguel Cañete.

Cañete führte in Brüssel ein Treffen mit dem Leiter der Iranischen Atomenergieorganisation, Ali Akbar Salehi, durch.

„Die EU bekräftigt ihr Engagement für die Umsetzung des umfassenden Aktionsplans, während der Iran diesen umsetzt. Wir sehen keine andere Alternative zu dieser Vereinbarung“, erklärte der EU-Kommissar.

Er fügte hinzu, dass die Europäische Union die Umsetzung ziviler Projekte im Bereich Atomenergie mit dem Iran fortführen wolle.

Zuvor hatte die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini die Schaffung einer neuen Finanzinstitution angekündigt, die den Handel mit dem Iran unter Umgehung der US-Sanktionen ermöglichen sollte.

Die 5+1-Staaten (UN-Vetostaaten und Deutschland) und der Iran hatten 2015 ein historisches Abkommen über die Beilegung der jahrelangen Probleme aufgrund des iranischen Atomprogramms erzielt. Die Parteien hatten den Gemeinsamen umfassenden Aktionsplan (JCPOA) beschlossen, dessen Erfüllung die wirtschaftlichen und finanziellen Sanktionen des UN-Sicherheitsrates, der USA und der EU gegen den Iran aufheben sollte.

Anfang Mai kündigte US-Präsident Donald Trump den Ausstieg aus dem Atom-Deal mit dem Iran an und erklärte, die USA würden alle Sanktionen wieder in Kraft setzen, die infolge des Abkommens aufgehoben worden seien. Dasselbe gelte für Drittländer, die Geschäfte mit dem Iran führen

Quelle: Sputnik

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