Irans Atomabkommen befindet sich in einer schwierigen Situation

London, 26. November, IRNA - Der stellvertretende Außenminister der Islamischen Republik Iran, Sayyid Abbas Aragchi, warnte, dass sich das Atomabkommen in einer schwierigen Situation befinde. Die wirtschaftlichen Interessen des Iran seien nicht erfüllt und die Sanktionen im Rahmen des Nukleardeals seien nicht aufgehoben worden.

In seiner Rede vor dem dritten Nuklear-Kooperationsseminar der EU-Iran, sagte Araghci, obwohl der Iran noch nicht von den wirtschaftlichen Vorteilen des Abkommens profitiert habe, habe er aber seinen Verpflichtungen im Rahmen des Abkommens erfüllt und die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) das Engagement des Iran bisher 13 Mal bestätigt habe.

Er betonte, dass die Reaktivierung der US-Sanktionen gegen den Iran einen wirtschaftlichen Nutzen vom Atomabkommen auf Null reduziert habe. „Das Atomabkommen ist kein iranisches oder amerikanisches Abkommen. Es ist ein internationales Abkommen, das vom UN-Sicherheitsrat im Rahmen der Resolution 2231 genehmigt wurde. Amerika verstößt nicht nur gegen diese Entscheidung, sondern bestraft auch andere Länder wegen ihrer Entscheidung.“

Iranischer Diplomat stellte fest, dass der Schutz vom Atomabkommen eine internationale Pflicht sei und alle dafür verantwortlich seien, Schritte auf diesem Weg zu unternehmen.

Er lobte die EU-Maßnahmen und sagte: „Politisch ist Europa auf dem richtigen Weg, aber Tatsache ist, es gibt keine Mechanismen, damit der Iran die wirtschaftlichen Interessen des Nukleardeals nutzen kann.“

Aragchi warnte, wenn der Iran von den Interessen des Abkommens nicht profitieren könnte, würde es nicht überleben.

Ihm zufolge beschränkt sich nukleare Zusammenarbeit mit Iran nicht nur auf Arak und Fordo. „Es gibt viele Projekte im Handelsbereich, aber wegen der Sanktionen der Vereinigten Staaten und ihrer Bedrohungen fehlten ihnen finanzielle Kanäle.“

Er betonte, die besondere Zweckgesellschaft der EU sei für die Fortsetzung der friedlichen Zusammenarbeit im Kernenergie-Bereich und die Umsetzung des Anhangs 3 erforderlich.

An der Spitze einer hochrangigen Delegation verließ Araghchi am Sonntag Teheran in der Richtung Brüssel, um an einem hochrangigen Seminar über die friedliche internationale Zusammenarbeit im Nuklearbereich mit der Europäischen Union teilzunehmen.

Das Seminar ist die erste gemeinsame Veranstaltung zwischen Iran und Europa im Bereich der nuklearen Zusammenarbeit nach der Wiedereinführung der einseitigen US-Sanktionen gegen den Iran.

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