US-Sanktionen sind im Widerspruch zur Europas Souveränität und Glaubwürdigkeit

Teheran, 16. November, IRNA - Ein hochrangiger iranischer Diplomat sagte, dass die von den USA gegen Teheran verhängten Sanktionen in erster Linie die Souveränität, Sicherheit und Glaubwürdigkeit Europas verletzen und nicht die iranische Wirtschaft anvisieren.

„Wir warten ab, wie Europa seine Souveränität gegen Washingtons Druck verteidigen wird“, sagte der stellvertretende iranische Außenminister für politische Angelegenheiten, Abbas Araghchi, der zu Gesprächen mit hochrangigen spanischen Beamten in Madrid ist.

Araghchi sagte weiter, die internationale Gemeinschaft habe, mit Ausnahme eines oder zweier Länder, den Schritt der USA verurteilt, gegen den Iran „rechtswidrige“ Sanktionen zu verhängen, was gegen die Resolution 2231 des UN-Sicherheitsrats verstößt.

Die USA nutzen jedoch ihre Wirtschaftskraft und den Dollar, um anderen Ländern ihre eigenen Forderungen aufzuerlegen, sagte er und fügte hinzu, dass die europäischen Unternehmen die amerikanischen Anordnungen offenbar ernst zu nehmen scheinen als die ihrer eigenen Regierungen.

Der hochrangige iranische Diplomat wies auf den jüngsten Bericht der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEA) hin, der zum 13. Mal bestätigte, dass die Islamische Republik ihre Verpflichtungen unter dem Atomabkommen einhält, und sagte, der „unvernünftige und unlogische“ Austritt der USA aus dem Atomabkommen würde dazu führen, dass die Länder kein Vertrauen in den Dialog, in die Diplomatie und in die Strategien des Sicherheitsrats haben.

IAEA erklärte am Montag, der Iran habe alle seine Verpflichtungen im Rahmen des Nuklearabkommens von 2015 weiter umgesetzt.

Araghchi warnte, der mögliche Zusammenbruch des Atomabkommens würde zu weiteren Krisen im Nahen Osten führen und die gegenwärtige Situation in der Region, die Sicherheit Europas und das internationale System vor Herausforderungen stellen.

„Wir hoffen immer noch, dass Europa die aktuelle Situation bewältigen kann“, sagte er.

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