29.07.2018, 11:00
News Code: 82984731
0 Persons
Eine Reise in den Iran – deutscher Tourist berichtet

Teheran, 29. Juli, IRNA – Tobias Trinks, deutscher Tourist, der im Juni 2018 im Iran war, will wieder das Land besuchen, um seine große Entscheidung im Leben zu wiederholen.

„Große Entscheidungen müssen nicht zwingend kompliziert sein“, so erklärt Tobias Trink den Grund seiner Reise in den Iran.
Trinks, der am 08.06.2018 eine große Reise mit dem Motorrad von Weilheim in Richtung Süd-Osten begonnen hatte und 9 Tage lang im Iran verbracht hat, interessiert sich wieder den Iran besuchen. Ihm zufolge liefert die persische Küche einen guten Vorwand für die Reise. „Allein des Essens wegen würde ich schon den Iran wieder bereisen.“

Auf die Frage, ob seine Einstellung über den Iran nach seiner Reise geändert wurde, sagte er, dass er mit einer gewissen Anspannung und immer offenen Augen und einem Kopf voller Vorurteile in den Iran eingereist sei. „In der letzten Zeit gab es über die Deutschen Medien und auch das auswärtige Amt nicht viel Positives zu lesen, dass mich unterstützt hätte. Es wird nicht gesagt, dass eine Gefahr vom Iran ausgeht, jedoch wird zur Vorsicht geraten. Auf der anderen Seite war da meine Arbeitskollegin, die mir immer wieder sagte, dass das nur in den Medien und im Internet so negativ ausschaut und Vorort ganz anders ist. Ich müsste es selbst erleben.“

Trinks erklärt IRNA über seine erste Begegnung mit einem Iraner und sagte, dass er sofort die Gastfreundschaft, Hilfsbereitschaft und die Leichtigkeit von Iraner erkannte. „Ich kann nur jeder Person, die sich ein Urteil über den Iran erlauben möchte, dringend ans Herz legen, den Iran zu besuchen.“

Der Europäer kritisierte die falschen Nachrichten der westlichen Medien über den Iran und beschrieb die Realität im Iran und die negativen Nachrichten als zwei unterschiedliche Welten. „Medien vermitteln Stimmungen. Und diese Stimmungen sind oft negativ geprägt. So auch die Stimmung der westlichen Welt über den Iran. Wobei es ehrlich gesagt seit der letzten Präsidentenwahl häufig, um Aussagen von Herrn Trump über den Iran zu gehen scheint. Daher ging ich davon aus, dass auch die Stimmung des Iran gegenüber der westlichen Welt eher negativ geprägt sei“.

Trinks sagte, dass er auf seiner Reise bemerkt hat, dass keines der Vorurteile, mit denen er in der Vorbereitung der Reise konfrontiert wurde zutraf. „Ich wurde nicht bestohlen, ermordet, entführt, vergewaltigt oder zwangsverheiratet. Auch wurde ich von Essen und Trinken weder krank, noch bekam Durchfall.“

In Bezug auf die Sicherheit im Iran sagte er auch: „Nicht vergessen, ich bin mit dem Zelt bis Esfahan gefahren und habe auch in Teheran auf dem Parkplatz gegenüber dem Khomeini Mausoleum im Zelt übernachtet. Gastfreundlich, hilfsbereit und mit der Fähigkeit ausgestattet, dass Leben leicht nehmen zu können. Ich hatte nie das Gefühl bedrängt zu werden oder in Gefahr zu sein“.

An einer anderen Stelle des Gesprächs wird das Thema „Freiheit der Frauen im Iran“, die immer im Westen kritisiert wird, erörtert. „Die Frauen, die ich gesehen bzw. gesprochen hatte, schienen in Ihrer Freiheit nicht eingeschränkt zu sein.“

Laut Trinks sind die iranischen Frauen selbstbewusst. „Ich kann nicht beurteilen, ob Männer und Frauen im Iran gleich berechtigt sind. Die Gleichberechtigung von Mann und Frau in allen Lebenslagen ist ein „Science Fiction Traum“ Europas. Und da funktioniert das genauso wenig, wie in der übrigen Welt.“

Er sagte, dass ein Bild vom Iran, das von westlichen Medien dargestellt wird, irreal ist. „Das Problem der Journalisten in der heutigen Zeit ist, dass Sie nicht mehr frei schreiben können. Sie bekommen ein Thema (z.B. „Frauen im Iran“) und eine Stimmung (z.B. „Unterdrückung“) vom Verlag vorgegeben.“

Zuvor hat Trinks einen Brief an das Generalkonsulat der Islamischen Republik Iran in München geschrieben und von seinen Erfahrungen berichtet. „Die westliche Zivilisation kann vom Iran viel lernen. Gerade im Hinblick darauf, wie Menschen untereinander und miteinander umgehen“.

9407**