Irans Verbleib im Atomabkommen hängt von Europas Strategie ab

Teheran, 10. Juli, IRNA – Der Leiter des iranischen Strategischen Rates für auswärtige Beziehungen Kamal Kharrazi teilte mit, dass Irans Engagement für das Atomabkommen von der EU-Strategie zur Bekämpfung der US-Sanktionen abhängt.

Kharrazi, der sich in Berlin aufhält, sagte bei einem Treffen mit dem deutschen Ex-Außenminister Joschka Fischer (Grüne) am Dienstag: „Für den Fall, dass der Rückzug der USA aus dem Abkommen den Iran davon abhält, von dem Abkommen zu profitieren, wird der Verbleib im Abkommen für den Iran natürlich keinen Nutzen bringen“.

Fischer sagte auch bei diesem Treffen, dass Europa daran interessiert sei, den Iran davon zu überzeugen, im Nuklearabkommen zu bleiben, indem er dem Land ein Paket von Vorschlägen zur Bekämpfung der US-Sanktionen zur Verfügung stelle.

Er fügte hinzu, wenn Europa den übertriebenen Forderungen der USA nachgebe, setze die US-Regierung ihre Druckpolitik gegen Europa weiter fort.

Die beiden Seiten diskutierten auch regionale Fragen, die Rolle Europas bei der Bewahrung des Atomabkommens und die Probleme, mit denen die EU aufgrund der Trump-Politiken und -Maßnahmen konfrontiert ist.

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