Rouhani bezeichnet Europas Paket als enttäuschend

Teheran, 5. Juli, IRNA - Der Präsident der Islamischen Republik Iran Hassan Rouhani beschrieb das von den drei europäischen Ländern zum Atomabkommen vorgeschlagene Paket als enttäuschend. „Wenn der Prozess des europäischen Außenministertreffens in Wien, das Iran zur Zusammenarbeit ermutigen soll, vielversprechend ist, werden wir unsere Zusammenarbeit mit Europa fortsetzen“.

Am Donnerstag telefonierte Hassan Rouhani mit Bundeskanzlerin Angela Merkel über den einseitigen Rückzug der USA aus dem iranischen Atomabkommen und die begrenzte Chance, dass Europa seine Haltung zur Fortsetzung des Abkommens klar und deutlich zum Ausdruck bringen müsse. „Nach dem US-Ausstieg sind wirtschaftliche Probleme und Probleme in den Bankbeziehungen und im Ölsektor entstanden und Unternehmen, die in Iran investiert haben, sind skeptisch, ihre Aktivitäten im Iran fortzusetzen“.

Er verwies auch auf das von den drei europäischen Ländern vorgeschlagene Paket und bezeichnete es als „enttäuschend“. „Leider fehlten im Vorschlagspaket der EU eine operative Lösung und eine spezifische Methode für die Zusammenarbeit, und es handelt sich lediglich um eine Reihe allgemeiner Verpflichtungen wie die früheren Erklärungen der Europäischen Union“.

Iranischer Staatschef erinnerte daran, dass Teheran nach etwa zwei Monaten ein klares Programm von den drei europäischen Ländern erwartet.

Er äußerte die Hoffnung, dass das morgige Treffen der fünf Außenminister der europäischen Länder in Wien klare, unkomplizierte und vielversprechende Nachricht für die weitere Umsetzung des Deals sei.

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