Zarif warnt USA vor einem schmerzhaften Fehler, aus dem Nuklearvertrag auszusteigen

Teheran, 17. März, IRNA – «Dank der Errungenschaften des Atomabkommens und der Bemühungen des Iran, seine Atomkraft auf friedliche Weise zu nutzen, wird der Ausstieg aus dem Atomabkommen ein schmerzhafter Fehler für die USA sein», betonte der iranische Außenminister Mohamad Javad Zarif.

Seit seinem Amtsantritt und noch vor dieser Zeit hat Herr Trump keine Mühen gescheut, das Atomabkommen zu kippen, und die Vereinigten Staaten haben ihre Verpflichtungen im Rahmen des Nukleardeals verletzt, verkündete Zarif am Freitag vor Journalisten.

Er verwies auf die abgehaltene gemeinsame Kommission auf der Ebene der stellvertretenden Außenminister am Freitag in Wien und sagte, dass bei diesem Treffen die vollständige Umsetzung des Atomabkommens betont, zudem sei es gefordert, dass die Verletzung dieses Deals verhindert werden müsse.

Der Iran habe sich früher auf andere Bedingungen in der Verhandlungszeit vorbereitet, fügte er hinzu.

Zarif zufolge wied im Atomabkommen völlig vorausgesagt, dass, wenn der Iran keinen Vorteil aus diesem internationalen Abkommen ergreifen könnte, welche Maßnahmen das Land ergreifen würde.

Das Atomabkommen wurde in 2015 zwischen dem Iran und den fünf UN-Vetomächte sowie Deutschland in Wien unterzeichnet. Der US-Präsident Donald Trump bezeichnete in seinem Wahlkampf dem Atomdeal mit dem Iran gar als schlechtesten Deal aller Zeiten. Seine Regierung hat bisher dreimal bestätigt, dass der Iran alle seine Verpflichtungen aus diesem Abkommen erfüllt hat, aber Trump bedroht hat, dass er im Mai diese Tatsache für viertenmal nicht bescheinigen werde.

Mit diesem Ziel hat Trump einen passenden Außenminister für seine Agenda gewählt. Mike Pompeo leitete bisher den Auslandsgeheimdienst CIA der Vereinigten Staaten und jetzt übernimmt er das Außenministerium von Rex Tillerson. Trumps Wahl schätzt die Welt einen Schritt zum Aufkündigung des Irans Atomabkommens ein.

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