Wenn Trump aus dem Nukleardeal aussteigt, wird es sich gegen ihn wenden

Teheran, 23. Januar, IRNA - Der stellvertretende Außenminister Seyyed Abbas Araghtschi sagte, wenn US-Präsident Donald Trump das Atomabkommen verlässt, diese Entscheidung nach hinten losgehe.

Europäische Länder zusammen mit China und Russland unterstützten das Atomabkommen mit dem Iran, im Gegensatz zu den Vereinigten Staaten, erinnerte Araghtschi am Montag daran. «Die neue US-Regierung und Herr Trump haben sich im letzten Jahr sehr darum bemüht, das Atomabkommen zu kippen oder es zu verändern. Sie haben zuerst versucht, den Iran unter Drück zu nehmen, damit er aus diesem Vertrag aussteigt, und dann konzentrierten sich das Europa zu bezwingen, den Deal zu ändern.»

Er fuhr fort: «Im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen versuchte die US-Regierungen in verschiedenen Fragen wie dem ballistischen Programm oder sogar den jüngsten Unruhen im Iran zu unterdrücken. Sie waren nicht nur gescheitert, sondern waren sie auch isoliert».

Die Europäer haben verstanden, dass sie ohne das Atomabkommen, an dem der Iran festhält, ihre internationale Glaubwürdigkeit gefährden, betonte Irans Topdiplomat.

Er bezeichnet diesen neuerlichen Streit zwischen den Vereinigten Staaten und Europa als beispiellos.

Trotz der US-Repressalie sind die Beziehungen zwischen dem Iran und der Europäischen Union gestärkt. Die europäischen Länder treiben weiter Geschäfte mit Iran, besonders Deutschland spielt eine bedeutende Rolle dabei.

In Bezug auf seinen jüngsten Besuch in Deutschland sagte Araghtschi, Teheran habe sehr enge Beziehungen und Zusammenarbeit mit Deutschland auf politischer und wirtschaftlicher Ebene.

Nach der Umsetzung des Atomabkommens wurden die Wirtschaftssanktionen aufgehoben und zahlreiche wirtschaftliche Möglichkeiten in verschiedenen Handels- und Bankbereichen geschaffen, fügte er hinzu.

Er fuhr fort, dass bei diesem Treffen die bilateralen Themen, die regionalen und internationalen Fragen sowie die Zukunft des Atomabkommens erörtert worden seien.

Er verwies auf Irans Regionalpolitik und betonte, dass die Länder in der Region die Probleme lösen sollten. «Im Rahmen des Meinungsaustauschs und eines gemeinsamen Verständnisses über die regionalen Fragen tauschen wir uns mit allen Ländern und Deutschland ist keine Ausnahme.»

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