Kein Land ist in der Lage, seine innenpolitischen Probleme durch militärische Interventionen zu lösen

Teheran, 16. Januar, IRNA – Irans Präsident Hassan Rouhani rief alle Länder zum Frieden und Kompromiss auf und betonte, dass die innenpolitischen Probleme der Länder nicht durch militärischen Interventionen gelöst werden können.

Auf der 13. Sitzung der Parlamentarischen Union der OIC-Mitgliedstaaten (PUIC) betonte Dr. Hassan Rouhani am Dienstag die Schaffung einer Region mit der Hochkonjunktur durch eine friedliche Region und Außenbeziehungen.

«Wenn ein Land sich mit den ausländischen Konflikten und Kämpfen auseinandersetzen, könnte es sich nicht um den inneren Fortschritt bemühen. Kein Land ist in der Lage, seine innenpolitischen Probleme durch militärische Interventionen zu lösen und seine sozioökonomischen Ambitionen zu entwickeln, während es Nachbarstaaten bombardiert und ihre Nationen tötet», fügte er hinzu.

«Leider gehen einige Länder den falschen Weg. Mit der Ermutigung der Vereinigten Staaten und des zionistischen Regimes verschärfen sie die Spaltung der muslimischen Ummah», fuhr er fort.

Er verwies auf die Irans Politik diesbezüglich und sagte: «Wir betrachten kein islamisches Land als unseren Konkurrenten und glauben, dass wir mit allen muslimischen Ländern zusammenarbeiten und einen Dialog aufbauen können, der auf gegenseitigem Respekt beruht, auch mit denen, mit denen wir Meinungsverschiedenheiten haben».

Rouhani fügte hinzu: «Die Islamische Republik Iran respektiert die territoriale Integrität und die politische Souveränität aller Länder. Wir glauben, dass die Lösung der Probleme der islamischen Ummah von der Einheit und Kooperation aller muslimischen Staaten abhängig ist».

Er forderte die Vertreter der muslimischen Bevölkerung bei den gesetzgebenden Versammlungen der islamischen Länder auf, alles zu tun, um ihren Führern und politischen Autoritäten zu helfen, den Geist der Brüderlichkeit und entwicklungsorientierten Einheit zu stärken. Der Präsident betonte: «Der Islam ist die Religion der Demokratie und des Friedens und nicht des Krieges».

Zudem verwies der Irans Staatschef auf die bevorstehenden Herausforderungen vor der islamischen Welt. «Die Bemühungen fremder Mächte, die Angelegenheiten der Muslime zu dominieren, die von Gott gegebenen Ressourcen zu plündern und Armut, wirtschaftliche und soziale Probleme, Mangel an Entwicklung und Meinungsverschiedenheiten zwischen islamischen Ländern einzubringen, zählen zu diesen Herausforderungen.»

Rouhani betonte, dass diese Probleme nicht durch die ausländischen Mächte gelöst werden können. «Die Erfahrung der Zeitgeschichte lehrt uns, dass diese Mächte nur ihre eigenen Interessen denken, auf die Kosten der anderen.»

Er betonte die internen Potenzialen und Fähigkeiten. «Wir glauben, wenn internationale Beziehungen auf der Grundlage einer gesunden Interaktion und des Völkerrechts gebaut werden, viele der gegenwärtigen Probleme der Welt beseitigt werden.»

Irans Staatschef rief alle islamischen Länder dazu auf, mehr denn je auf die Etablierung von Demokratie achten. «Der Westen glaubt, dass es keine Beziehung zwischen Islamismus und Demokratie gibt, aber die Beziehung zwischen den beiden ist ziemlich konträr. Unter diesem Vorwand erlauben sie sich, den islamischen Ländern neue Formen des Kolonialismus aufzuzwingen und vorzuschreiben.»

In Bezug auf die Vorwände gegen den Iran, in die inneren Angeleigenheiten anderer Länder einzumischen, sagte er: «Wir entsandten unsere Militärberater auf Einladung ihrer Regierungen in den Irak und nach Syrien, um gemeinsam mit den Menschen dieser Länder gegen den Takfir-Terrorismus zu kämpfen und sie vor dem Zusammenbruch zu bewahren».

An einer anderen Stelle seiner Rede verwies Rouhani auf die Niederlage der terroristischen Gruppe Daesh in der Region und die Palästinafrage. «Einer der Hauptvorteile der Niederlage des Daesh für Muslime besteht darin, dass das Thema Palästina wieder zur politischen Agenda Nummer eins der islamischen Ummah geworden ist.»

Er fordert die muslimischen Länder dazu auf, weiterhin die hässliche Entscheidung des US-Präsidenten zu verurteilen, die amerikanische Botschaft in die heiligen Quds zu verlegen.

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