11.01.2018, 11:34
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Atomabkommen im Fokus

Teheran, 10. Januar, IRNA - Bei den anstehenden Gesprächen zwischen drei europäischen Außenministern und Vertretern der iranischen Regierung wird es vor allem um den Erhalt des sogenannten 'Iran Deal' gehen - das Atomabkommen, das zurzeit von den USA in Frage gestellt wird.

JCPOA Joint Comprehensive Plan of Action – das ist die offizielle Bezeichnung jenes umgangssprachlich 'Iran Deal' genannten Abkommens. Es wurde im Juli 2015 unterzeichnet und vom Weltsicherheitsrat gebilligt. Und bei kaum einem andern außenpolitischen Thema herrscht offenbar soviel Einigkeit in der EU wie beim Atom-Abkommen, dass die Europäische Union schließlich federführend mitausgehandelt hat.

Das Abkommen funktioniert und die Welt wäre wesentlich unsicherer ohne diesen Vertrag, so die deutsche EU Diplomatin Helga Schmid, die ganz besonders intensiv an der Ausarbeitung beteiligt war. Das alles wäre nicht der Erwähnung wert, wenn das Abkommen nicht vor allem von Seiten der USA schwer unter Beschuss geraten wäre.

'Die amerikanische Regierung unter Donald Trump hatte mehrfach angekündigt, das Abkommen zu überprüfen und ggf. auch zu kündigen und auch das Sanktionsregime gegenüber dem Iran wieder zu verschärfen und die Europäer, die ihrerseits Vertragspartner sind, wollen nun mit den Iranern darüber beraten, wie sozusagen dieses Abkommen intakt gehalten und bewahrt werden kann.'

Sagt Jan Techau, Europa-Experte am German Marshall Fund in Berlin. Das ist einer der Gründe für das Treffen der vier Außenminister und der EU-Außenbeauftragten Mogherini heute. Und es gibt weitere.

Quelle: Deutschlandfunk

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